DIE perfekte  Nähmaschine…

DIE perfekte Nähmaschine…

…für mich.

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Ja ich gebe es zu, eine Nähmaschine als perfekt zu betiteln ist mutig, aber für mich ist die Bernina wirklich perfekt.
Ich bin der festen Überzeugung das es für jede/n Näher/in die perfekte Maschine gibt. Vielleicht gelangt man nicht sofort zu ihr, sondern muss einige Umwege gehen, so wie ich, aber früher der später findet man seine perfekte Maschine.

Ich habe meine Maschine in der Bernina B570 QE gefunden. Eigentlich hat der Nähpark, genau genommen Frau Neuhierl, sie bereits vor mir gefunden und gewusst das es DIE ist.

Meine folgende Meinung ist mein eigene, resultierend aus meinen vergangenen Wochen und Monaten mit der Bernina B570 QE

Vorweg möchte ich erst einmal sagen, dass man sich wirklich viele Gedanken machen sollte, was man von einer Nähmaschine erwartet und was sie können soll. Einfach ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand nehmen und sich Strichpunkte notieren. 

  • Was soll meine Nähmaschine kosten?
  • Was soll sie“können“?
  • Welchen Zweck soll sie erfüllen?

Was meine Nähmaschine können soll habe ich euch im ersten Bericht bereits erzählt. Unabdingbar ist für mich der Kniehebel. Er ist wirklich Goldwert. So einer fehlt mir jetzt zum Beispiel an meiner Coverlock. Ihr kennt es ja, dass was man vorher nicht hat, vermisst man nicht, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt ;-).
Egal was eine Nähmaschine am Ende kostet, jede von ihr kann nähen. Die Frage ist, womit gibt man sich am Ende zufrieden? Wenn Probleme auftauchen, sollte man auf Fehlersuche gehen. Oftmals ist man selbst das Problem – ich spreche da aus Erfahrung 😉

Ich habe mich jahrelang mit meiner „alten“ Nähmaschine zufrieden gegeben. Sie ist auch immer noch gut, ich würde nie etwas gegenteiliges behaupten, aber irgendwann störte mich hier was, da was und es summierte sich.
Am meisten habe ich beim Nähen mit Jeansgarn geschimpft. Uh das war wirklich nicht schön. Für mein Empfinden nicht schön. Das heißt, Stichbild und Transport. Wenn mir die Naht ohne Fadensalat gelang, dann hatte ich ein unsauberes Stichbild. Es war für meine Augen einfach alles andere als Perfekt, es hat schlichtweg keinen Spaß gemacht.
Und dann habe ich bei Knopflöcher jedes Mal einen Schweißausbruch bekommen. Es gab eine 50:50 Chance, ob das Knopfloch am Ende gut aus gesehen hat, oder ob man das gesamte Nähstück in die “Tonne” werfen konnte.

Das ich bei der B570 nur das teste, was ich tatsächlich vernähe, war mir von vorneherein klar. Es bringt mir persönlich nicht so viel Materialien zu testen, die ich nicht vernähen würde.
In den Jahren wuchs das zu vernähende Material im Nähzimmer und somit kann ich sicherlich schon eine große Bandbreite abdecken.

  • Garn 
    Die Bernina näht meiner Meinung nach mit unterschiedlichen Garn Qualitäten. Das Stichbild ist sauber, sowohl auf der rechten, wie auf der linken Stoffseite.
    Ich habe im direkten Vergleich nun festgestellt, dass der Stich noch besser aussieht, wenn ich zum Beispiel Mettler (Amann) Garn verwende. 
    Das Nähgarn von Snaply, zum Beispiel, läuft aber auch gut in der Maschine.

Ich werde hier nun die vernähten Stoff auflisten und ein zwei Sätze darüber verlieren:

  • Webware
    Saubere Nähte, sehr gleichmäßiger Transport.
    Bei Webware gibt es Unterschiede in der Qualität. Dünnere, “glitschigere” Webware tat sich am Nahtanfang etwas schwer, dafür würde sich die Investition einer Geradstichplatte* lohnen. Sie steht jedenfalls auf meiner Wunschliste ;-).
    Diese soll verhindern, dass der Stoff eventuell „gefressen“ wird.
    Den Fußdruck brauchte ich bei den von mir unterschiedlichen Arten von Webware nicht verändern, das heißt ich habe problemlos mit der Standardeinstellung nähen können.
    Gegebenenfalls habe ich die Fadenspannung minimal angepasst. Wenn die Fäden etwas zu locker erscheinen kann man das dann direkt anpassen.
    Eine Einstellung nach Schema x gibt es meiner Meinung nach nicht, da es auf den Stoff ankommt. 
  • Kunstleder
    Ohne Probleme, ohne extra Nadel. Natürlich kann man bei Kunstleder eine andere Nadel verwenden, ich nähe das Material aber mit einer normalen Universalnadel. Hier empfand ich die Naht mit „gutem“ Garn sauberer.

Die meist gestellte Frage bei Instagram war übrigens folgende:

Wieviele Lagen Kunstleder schafft die Nähmaschine?

Viele. Ich habe euch hier einmal ein Bild und ein kleines Video angefügt. Also kein Profi Video ;-).
In vielen Nähprojekten habe ich bislang nie mehr als 4 bis 6 Lagen Kunstleder vernähen brauchen. Meine alte Nähmaschine hat dies nicht immer fehlerfrei geschafft. Hier merkt man jetzt aber ganz gut den Unterschied. Die Kraft ist hier eine andere. 13!!! Lagen Kunstleder ohne einen Fehlstich, ohne Anpassung der Grundeinstellung und ohne Dual Transport.
Bei 14 Lagen hatte ich zwei Fehlstiche. Ich bin begeistert. Wirklich mehr als begeistert. Vor allem habe ich alle Lagen ohne Probleme unter den Nähfuß platzieren und wieder herausziehen können.

  • Softshell
    Den Nähfußdruck habe ich verringert, genäht habe ich mit einer Universalnadel und Mirco Tex Nadel.
    Ich habe Softshell ehrlich gesagt nie gerne vernäht. Ein Material welches von meiner alten Nähmaschine nicht gemocht wurde. Ich hatte immer mit zahlreichen Fehlstichen zu kämpfen.
    Egal welche Nadel, welche Einstellung, ich hatte Fehlstiche.

    Tja ihr kennt die Antwort jetzt oder? Die Bernina näht das Material ohne Probleme.
    Die Softshelljacke der Hummel hatte bei den Taschen und beim Tunnelzug beispielsweise 4 bis 6 Lagen. Sie ging durch wie Butter. Wenn ich sage Butter, dann meine ich das so.
    Der Klappack Rucksack aus Softshell empfand ich auch als Herausforderung, dort trafen sich mehrere Lagen Softshell, Gurtband und Kunstleder und es lief. So macht nähen Spaß.
  • Jersey
    Universalnadel und/oder Jerseynadel, Nähfußdruck verringert.  
    Beim absteppen von dehnbaren Stoffen kennt man ja diese „Wellen“ die man vor dem Nähfuß her schiebt, dies ist dank verstellbaren Nähfußdruck weg.
    Ich benötige hierfür keinen extra Obertransportfuß.
    Wobei die Bernina ja bereits über den Dualtransport verfügt.
    Der Dualtransport hilft, wie der Name schon sagt, beim Transport der Stoffe. 
  • Sweat 
    Ähnlich wie beim Jersey. Den Fußdruck passe ich individuell an und dann habe ich beim vernähen keine Probleme.
  • SnapPap
    Universalnadel, keine weiteren Einstellungen
    Beim Snappap ist ja das Phänomen, das die linke Seite der Naht immer irgendwie unsauber aussieht. Es ist eben “Papier”, und das sollte man glaube ich nicht außer acht lassen.
    Hier ist das Stichbild sauber, aber man sieht auch welches die Rechte und welches die linkes Seite der Naht ist. Das finde ich aber überhaupt nicht schlimm.
  • Oilskin
    Universalnadel, Nadelstärke 90
    Oilskin ließ sich, wie zu erwarten, einwandfrei vernähen. Auch bei mehreren Lagen, wie beim #derandererucksack hat mich das Nahtbild nicht enttäuscht und der Stich war sauber und einwandfrei – ohne Fehler.

Durchweg bin ich wirklich begeistert. Wie oben geschrieben habe ich in der Bernina meine Nähmaschine gefunden. 
Die Bernina ist hier eine Kombimaschine. Das heißt sie kann nähen und sticken – vorausgesetzt man hat die Stickeinheit.
Da ich diese „noch“ nicht habe, kann ich darüber nichts berichten. Mir wurde aber zu dem Thema nur positives berichtet.
Bis zur B570 war mein Standpunkt sehr deutlich – keine Kombimaschine!

Ich war der der Meinung das sie nur eins gut kann. 
Auch wenn das sticken nicht mit dem Nähmalen zu vergleichen ist, so bin ich von dessen Ergebnis mehr als überzeugt. Somit hoffe ich natürlich, dass ich beim Thema sticken nicht enttäuscht werde und ich abschließend sagen kann, dass es doch gute Kombimaschine gibt. 
Das Nähmalen ist übrigens deutlich schöner und einfacher als an meiner “alten” Nähmaschine.

  • Nähfüße
    Man kann es als negativ Punkt auflisten, könnte man ja. Zur Nähmaschine werden zahlreiche Nähfüße mitgeliefert. Darunter befinden sich folgende Nähfüße: 1C,1D,2A,3A,4D,20C,42,97.

    Jeder weitere müsste nach Bedarf gekauft werden.  Es ist Sonderzubehör, wie bei vielen anderen Herstellern auch. 

    Hand aufs Herz, wie viele Nähfüße nutzt und braucht man? 
    Am Anfang war der Punkt „Nähfüße“ auf der Kontra Seite. 

    Die Zusatznähfüße haben ihren Preis. Von 26 € aufwärts bekommt man ein großes Angebot. Ich habe bisher in zwei zusätzliche Nähfüße investiert und habe den Kauf nicht bereut. 
    Folgende zwei gehören seit letzten Sommer zu meinen Nähfüßen:
    Der Klarsichtfuß oder auch Rücktransportfuß 34D* und der Schmalkantenfuß 10D*.
    Das D steht bei den Nähfüßen übrigens für den Dualtransport. Das heißt bei den Füßen kann man diesen verwenden.

Hin und wieder gibt es zum Bernina Zubehör attraktive Angebote vom Nähpark. Da lohnt es sich hin und wieder nach zu gucken. 
Hier denke ich einfach, dass die Qualität sich bezahlt macht und für gute Qualität gibt man gerne etwas aus. Zudem kauft man ja nicht täglich neue Nähfüße. 
Also ob es ein Kontra oder ein Pro Punkt auf der Liste ist oder bleibt, muss man für sich selbst entscheiden.

  • Nähprogramme
    Vom einfachen Geradstich bis zum Knopfloch ist alles dabei und ich hat bisher kein verwendeter Stich enttäuscht. 
    Knopflöcher waren sonst immer mit Luft anhalten zu genießen. Jetzt nähe ich sie gerne. Ich kann die Dichte und die Breite des „Schlitzes“ einstellen sowie die Art. Jeder Knopfloch dient quasi einen bestimmten Zweck. 
    Perfekt finde ich die Bestimmung der Größe der Knopflochs – dies wird anhand vom auflegen des Knopfes „bestimmt“. Eine tolle Sache. Ich war Anfang etwas skeptisch aber ja, die Knöpfe passten perfekt durch das genähte Knopfloch. 
  • Fußpedal
    Am Anfang fand ich das Fußpedal bzw den Anlasser gewöhnungsbedürftig. Ich muss jetzt quasi meinen ganzen Fuß auflegen, dies musste ich zuvor nicht. 
    Das Fußpedal hat zwei Funktionen. Wenn man mit der Hacke am hinteren Teil drückt, wird der Faden automatisch vernäht. Wenn man ganz normal das Pedal verwendet, also quasi bei den Zehen hinunter drückt, näht man. Versteht ihr wie ich das meine? Ich mag die Vernähfunktion mit dem Pedal. An der Nähmaschine selbst habe ich es deaktiviert. 
  • Unterfadenspule
    Wieder etwas wo ich erst im Zwiespalt war. Hm, irgendwie blöd das die alten Spulen nicht kompatibel sind. Und hm, es waren „nur“ 4 dabei.
    Ich habe also schnell Unterfadenspulen* nach gekauft und der Preis ist wirklich vollkommen in Ordnung.
    Platz in der Aufbewahrungsort habe ich in meinem Schränkchen nur für 10, aber auch dies kann man nachrüsten*. 
    Warum dies auch kein Minus Punkt ist, liegt bei mir eigentlich auf der Hand. Die Größe. Die Spule ist im Vergleich zur alten riesig. Dies hat natürlich auch den Grund, dass die B570 QE auch zum sticken geeignet ist. Dann müssen die Spulen ja etwas größer sein. Und ich liebe sie. Ich hasse es nämlich, wenn der Unterfaden ständig neu aufgespult werden muss. Und ich mag es auch gar nicht, dass ich nicht merke, wenn er leer ist. Beides hat sich jetzt erledigt. 
  • Durchlass
    Der Durchlass ist super. Ich wollte eine Nähmaschine mit mehr Platz rechts neben der Nadel. Und der Platz jetzt ist perfekt.
    Ich habe letzten Sommer ein Badehandtuch appliziert und selbst da war ich dankbar für den Platz.
  • Stichplatte
    Die Stichplatte lässt sich mit nur einer Bewegung perfekt aus der Verankerung drücken/heben und entfernen. Das Einsetzen geht genauso schnell. Ein Klick und schon sitzt sie wieder fest in der Maschine.
    Somit ist ein schneller Stichplatten wechseln kein Problem und kostet nur ein paar Sekunden der Nähzeit.
  • Anschiebetisch
    Der Anschiebetisch ist bei mir eigentlich immer “aufgebaut”. Er sitzt stabil und kann in wenigen Sekunden einfach wieder nach links abgezogen werden. Ich finde er bietet beim Nähen mehr Platz und Halt. Durch ein kleines Sichtfenster kann man ohne Probleme den Unterfaden wechseln.

Nähen mit Komfort – ohne Kompromiss

Ja mit der Bernina ist vieles irgendwie einfacher. Wenn sie etwas Öl braucht, sagt sie Bescheid. Ehrlich gesagt war ich geschockt beim starten der Nöhmaschine. Riesen Warnungsdisplay mit Anleitung 😉 blöd nur, dass man die Maschine aus machen muss und dann nicht alles Schritt für Schritt erledigen kann – zum Glück gibt es aber ja das Handbuch welches wirklich ausführlich ist. 
Also hat mein Maschinchen mich sogar daran erinnert das es Öl benötigt. Tolles Teil. 

Und sogar wenn sie entfusselt werden möchte, also wenn der Fadenfänger gereinigt werden möchte, sagt sie Bescheid. Ich war ehrlich gesagt etwas erschrocken, wie es unter meiner Stichplatte aussieht – da ich sie gefühlt regelmäßig reinige.

Wie im ersten Beitrag zur Nähmaschine geschrieben, wollte ich eine Maschine haben die zu mir und meinen Bedürfnissen passt. Das heißt, ich möchte Taschen nähen, Jacken nähen, Kleidung nähen – und das alles ohne einen Kompromiss eingehen zu müssen. Und mit dieser Nähmaschine bin ich keinen Kompromiss eingegangen und Frau Neuhierl hat es bereits vor einer halben Ewigkeit gewusst.

Ich sag es euch, wenn ihr die Möglichkeit habt, fahrt nach Cham zum Nähpark, oder lasst euch auch telefonisch beraten. 
Seit 3 Jahren wollte ich eine neue Nähmaschine haben, und durch die Testoffensive vom Nähpark bin ich jetzt zu meiner neuen gekommen. Dankeschön für die Geduld, die Möglichkeit und den Service. 

Hier lasse ich euch noch einmal den Link zu den vorherigen Beiträgen zur Nähmaschine da:
Nähmaschinen-Test Bernina B570 QE
BSR – Bernina Stich Regulator

Ich hoffe mein Bericht war ausführlich genug und hilfreich. Wenn ihr Fragen habt, versuche ich sie euch gerne zu beantworten.

Liebe Grüße, Andrea

*die mit * versehenden Links sind Links zu den Produkten auf der Website vom Nähpark Diermeier.
Es handelt sich hierbei um keine Affiliatelinks.

2 Comments

  • Catrin
    21. Januar 2020 13:35

    Danke für den tollen Bericht. Ich nähe selbst seit 2 Jahren auf der Bernina 570QE und bin immer noch total begeistert. Vor dem Nähmaschinenkauf habe ich es ähnlich gemacht wie du, meinte Liste umfasste auf jeden Fall den Kniehebel und so kleine Gadgets wie Fadenabschneider und so. Hauptsächlich wollte ich aber eine Maschine die zuverlässig und sauber näht. Die Bernina ist wirklich ein Traum. Die Preise der Nähfüße schrecken mich aber tatsächlich auch etwas ab. Bisher habe ich mir nur die 10D zugelegt und den nutze ich wirklich sehr häufig, aber mit dem Klarsichtfuß liebäugle ich auch schon eine Weile.

    Jetzt fehlt mir nur noch die passende Overlock mit Kniehebel. Mal sehen, wann ich mir dieses Traum erfüllen kann.

    Liebe Grüße
    Catrin

    • FraeuleinAn
      25. Januar 2020 20:24

      Ich glaube es ist wirklich wichtig sich seine eigenen Kriterien aufzuschreiben.
      Ich habe vor der Bernina immer gesagt, keine Bernina, aber jedes mal wurde mir eine der Maschinen beim Nähpark zur Auswahl gestellt (Online bei der Nähmaschinensuche) und jetzt kann ich es verstehen warum diese Maschinen so geliebt werden.
      Der Klarsichtfuß ist nahezu immer an der Maschine montiert. Ich liebe ihn und er ist sein Geld wirklich wert.
      Danke für dein Kommentar 🙂

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