Die Frage nach dem Kabel

Die Frage nach dem Kabel

So oft wurde ich bereits nach dem Kabel gefragt.
Das Kabel am Fuß unseres Winter Wunders.
Hin und wieder sieht man es – nicht immer aber hin und wieder.
Heute mag ich euch etwas über das Kabel erzählen.

Hin und wieder kam bereits die Nachfrage „was hat er denn da am Fuß“ oder „was ist das denn“ und “ist er gesund?”.
Ich hätte auch nicht gewusst, was das denn ist, wenn wir es nicht kennen gelernt hätten.

Bereits vor der Schwangerschaft habe ich mich hin und wieder erkundigt, was möglich wäre was ich gerne hätte. 
Für uns stand definitiv fest, wir wollen eine Überwachung die mobil ist, damit uns das gleiche nicht noch einmal widerfährt. Natürlich weiß ich nicht was die Zukunft bringt, aber ich versuche zu vertrauen. Vertrauen zum Monitor,
Vertrauen zu unserem Winter Wunder.

Ich wusste, uns steht eine Überwachung zu und dies bestätige meine Hebamme und unser Kinderarzt. 
Bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche standen wir im Gespräch mit dem Kinderarzt. Er ist und war wirklich unheimlich bemüht und hat bereits Gespräche mit der Klinik geführt usw.
Letztendlich habe ich dann ja wo anders entbunden und dies vereinfachte es sogar mit allem.
Beim Gespräch im Krankenhaus wurden mir all diese Fragen auch direkt genommen. 

Als es dann soweit war und ich am 21.1 um 17:44 Uhr den Schrei des kleinen Wunders hören durfte waren meine Gedanken natürlich nicht direkt beim Monitor, als dann aber die erste Nacht kam und ich immer wieder eingedöst bin und dann hoch geschreckt bin um zu schauen ob er noch atmet, war es mir bewusst, ich brauche die Überwachung. 

Am nächsten Morgen fragte ich die Schwester nach dem Monitor und sie versicherten mir, dass alles in die Wege geitet wurde und so kam gegen Mittag bereits der nette Herr von der Firma und hat mir den Monitor überreicht und mich darauf eingewiesen. Oder eher unterwiesen. Die Einstellungen hat er am Gerät vorgenommen und dann habe ich es direkt ausprobiert. 
Auch wenn der Monitor mal piept, durch „Empfangsstörungen“ oder was auch immer, so gibt es mir wirklich Sicherheit.

Klein, handlich und kompakt.
Der Monitor misst die Sauerstoffsättigung und piept, sobald diese den Grenzwert von 88 erreicht und er misst den Puls, sobald dieser die Grenze von 80 erreicht piept er ebenfalls. 
Also prinzipiell misst der Sensor und dieser übermittelt es dem Monitor.
Der Akku hält bis zu 6 Stunden, bei extremer Kälte etwas weniger. Man kann aber auch normale Batterien verwenden. Nachts habe ich den Monitor am Strom.

Wir benutzen ihn tagsüber wenig(er) zu Hause, aber natürlich dann wenn wir ihn schlafen lassen ohne das wir ihn direkt sehen. Aktuell ist dies aber wenig der Fall, denn das Ablegen findet er (noch) nicht so toll. Somit schläft er meistens auf meinen Arm. 

Unterwegs, im Kinderwagen und im Auto ist der Monitor auch dabei und an. 
Im Auto vor allem, wenn ich mit ihm und der Hummel alleine unterwegs bin. 

Und Kinderwagen ist klar. 
Die Angst ist an diesem „Ort“ am stärksten/größten. Angst, dass sich alles wiederholt.
Und damit wir keine schlaflosen Nächte haben, haben wir dieses kleine Hilfsmittel.

Wir haben ihn nicht aus einer Laune heraus, sondern aus einem bestimmten Grund. 
Hierbei geht es nicht um normale Ängste, die man als Eltern immer hat, sondern an Ängsten die bereits Realität geworden sind.

Baby-Monitore sind nur für Kinder mit einem SIDS-Risiko , wie z.B. Extreme Frühgeburtlichkeit, Long-QT-Syndrom, familiäre SIDS-Fälle (z.B. Geschwister), Auffälligkeiten in der klinischen Kardiorespirographie gerechtfertigt. Für einen gesunden Säugling ist ein Herz- / Atem-Monitor sinnlos – er kann sogar schädlich sein.

Kinderarzt-Augsburg.de

Ich weiß, dass viele seit dem Schicksalsschlag von uns ängstlicher sind als vorher, das tut mir leid, aber ich kann und mag nicht schweigen. Und ich kann es immer nur wieder sagen „es ist nicht ansteckend“. 
Und Aussagen wie „ich dachte das passiert nur den erst geborenen“ so wie vor ein paar Wochen, machen mich fast sprachlos. 
Es gibt kein Rezept gegen den plötzlichen Kindstod. Wäre es so, würde es das nicht mehr geben. Aber es pauschal auf eine Gruppe zu reduzieren macht man wohl nur aus Unwissenheit. 

Aber näher mag ich da gerade gar nichts zu sagen. 

Aber nun habt ihr die Antwort auf dieses Kabel am Fuß. 
Unser kleiner Überwacher.
Nebenbei habe ich euch ein paar Fotos vom 6 Tage alten Wunderjungen da gelassen. Noch etwas gelb um die Nasenspitze aber dies ist jetzt auch schon besser. 

Das Set ist natürlich vor der Geburt entstanden. Auf dem Body und der Jacke hat das Bügelbild von Paul&Clara seinen Platz gefunden. 
Die Jacke ist noch nicht ganz passend, aber der Body und die Hose passen aktuell schon richtig gut.

So, ich melde mich demnächst wieder.
Liebe Grüße, Andrea 

Schnitte:
Baby-Body von Milchmonster*
Wickelshirt (etwas geändert) von Klimperklein*
Baggy Pants” von Kid 5*
Alles genäht in Gr. 56

Stoffe:
“myStripes” von Stoffonkel,
Denimsweat von Stoffduo
Sweat meliert in braun über von Engelshand


Bügelbild von Paul&Clara

*Affiliate-Links

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